Umweltaktivist*in in Krisenzeiten

Ein Beitrag von Susanna Ferrandino und Doro Kumpf

Die Corona-Krise mit ihren gewaltigen Auswirkungen ist erschütternd und beunruhigend! Das ist unbestritten. Aber hier und da entstehen auch kleine positive Aspekte. Einer davon: viele Familien verbringen plötzlich viel mehr Zeit miteinander, als es im „gewohnten“ Alltag der Fall ist. Aber wenn ausreichend Filme geschaut, Spiele gespielt und Bücher gelesen sind, tut sich schnell die Frage auf: „Was nun?“. Wie wäre es, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden?
Hier zwei Impulse:

  1. Bewegung an der frischen Luft und „Mülldetektiv“ werden
  2. Einen Spaziergang in der Stadt durch „grüne Bomben“ beleben  

Und so wirst du „Mülldetektiv“

  1. Schnapp dir eine Tüte und idealerweise eine „verlängerte Hand“, also eine lange Zange, mit der man Müll aufsammeln kann. Da die wenigsten eine solche im Schrank haben werden, und man sich gegenwärtig auch keine ausleihen kann, kannst du vielleicht eine kleine Tüte als Handschuhersatz nehmen, um den Müll nicht anfassen zu müssen. Sonst ist in diesem Fall (leider) ein Einmalhandschuh nötig. Oder vielleicht hast du noch andere Ideen?
  2. Überlege dir mit deinen Eltern oder Geschwistern eine Challenge. Also z.B. „Wer findet die meisten Abfälle, die blau sind?“ oder „Wer findet am meisten Müll, welcher aus Metall ist?“
  3. Los geht’s!
    Bitte beachten: Auch hier muss natürlich stets ein Abstand von ca. 2m zu anderen Spaziergängern eingehalten werden. 
  4. Gute Spots: z.B. Hofgarten und Parkanlagen in Landshut

Und so wirst du zum „grünen Bombenwerfer“

  1. Suche dir im Internet eine Anleitung zum Saatbomben bauen.
    Du brauchst lediglich torffreie Erde, Tonpulver (oder Katzenstreu aus reinem Bentonit) und Blumensamen (gut sind spezielle Sorten für Schmetterlinge, Bienen, …)
  2. Beim nächsten gemeinsamen Spaziergang mit deiner Familie halte nach geeigneten Plätzen Ausschau, an denen du deine Saatbomben platzieren kannst. (Bitte wähle die Stellen gut aus, nicht einfach in fremde Gärten werfen, auch wenn das manchmal verlockend wäre…)
  3. Schau nach einiger Zeit an deinen „Abwurfstellen“ vorbei, vielleicht siehst du bereits die ersten Pflänzchen wachsen oder sogar blühen.

Erfolge

One thought on “Umweltaktivist*in in Krisenzeiten

  1. Eine Idee für die Mülldetektive: Vor Corona ging ich immer mit einer Stofftasche zum Bäcker, um die Papiertüten zu sparen. Das geht zur Zeit natürlich nicht, aber zwei davon ineinander gesteckt taugen als Handschuh-Ersatz für diesen Zweck. Und hautfreundlicher ist’s auch, als die Einweghandschuhe.

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